Was ist das?

Bei einer Dysphonie handelt es sich um Erkrankungen der Stimme, die durch eine Störung des Stimmklanges und Einschränkungen der stimmlichen Leistungsfähigkeit gekennzeichnet sind.

Es kommt zu einer eingeschränkten Belastbarkeit der Stimme und zu andauernden oder vorübergehenden Klangveränderung der Stimme wie bspw. Heiserkeit, brüchiger, belegter, knarrender oder verhauchter Stimmklang, Aphonie (Wegbleiben der Stimme).

Verspannungen und Fehlstellungen der Zunge, der Lippen, des Unterkiefers, der Gesichts-, Hals-, Rachen-, Nacken-, Schulter- und evtl. der gesamten Körpermuskulatur (damit verbunden häufig Kloßgefühl im Hals) beeinträchtigen ebenfalls die Stimmfunktion und damit den Stimmklang.

Häufig liegt auch eine gestörte Atmung in Ruhe, beim Sprechen und/ oder beim Singen (z.B. Schnappatmung mit hörbarem Einziehen oder Hochatmung) vor.

Eine enge Artikulation mit geringen Kieferöffnungsbewegungen und unzureichende Lippenbewegungen wirken sich negativ auf den Stimmgebrauch aus.

Organische Veränderungen der Stimmlippen wie z. B. Stimmlippenknötchensind als Folge dauerhaften falschen Stimmgebrauchs nicht selten.

Zudem können Stimmbandlähmungen (Recurrens- Parese) auftreten, wenn durch operative Eingriffe der Nerv, der die Bewegung der Stimmlippen steuert, geschädigt wird. Ist der Nerv nicht durchtrennt, so ist diese Störung häufig reversibel.

Eine weitere Form von Stimmstörung ist die Stimmstörung bei Kindern (Juvenile Dysphonie). Sie tritt häufig im Alter von 5-10 Jahren auf. Dabei sind Stimmklang und/oder Lautstärke verändert, die Stimme klingt z.B. piepsig oder heiser bis zur Stimmlosigkeit (Flüstern). Eine ausführliche Familienanamnese ist erforderlich, Elternberatung häufig angezeigt.