Was ist das?

Bei Tumorerkrankungen im Kehlkopfbereich muss häufig der gesamte Kehlkopf entfernt werden. Es wird ein dauerhaftes Tracheostoma angelegt, so dass Atem- und Speiseweg getrennt werden. Der Umfang der Operation ist abhängig von Lokalisation, Art und Ausdehnung des Tumors. Es kommt zu einem Verlust der Stimmfunktion.

Was verändert sich durch eine Kehlkopfentfernung?

Nach einer Laryngektomie geschehen Atmung und Schlucken auf getrennten Wegen. Der neue Atemweg endet jetzt am unteren Hals in der Atemöffnung, der nach außen verlegten Luftröhre (Tracheostoma). Eine Kanüle stabilisiert in den ersten Wochen und Monaten das Tracheostoma. Die Atemluft wird jetzt nicht mehr im Nasen-, Rachenraum vorgewärmt, angefeuchtet und gefiltert, sondern auf verkürztem Wege angesaugt. Die Schleimhäute der Atemwege werden jetzt durch den kühleren, verschmutzteren Luftstrom stärker gereizt. Husten, räuspern, Schleim schlucken, schnäuzen ist jetzt nicht mehr möglich. Die einschneidendste Veränderung ist die Stimmlosigkeit des Kehlkopflosen. Da die Stimmbänder entfernt worden sind, und die Atemluft nicht mehr durch den Mund-/Rachenraum fließt, kann kein Ton mehr produziert werden.