Verbale Entwicklungsdyspraxie

Bei Kindern mit einer ausgeprägten Artikulationsstörung kann zusätzlich die sog. Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED) vorliegen. Man bezeichnet diese als neurologisch verursacht, jedoch gibt es derzeitig noch keinen Nachweis durch neurologische Untersuchungen. Es zeigen sich vielmehr Auffälligkeiten im Sinne motorischer „Unbeholfenheiten“. Die Kinder weisen beispielsweise eine enorm hohe Rate an Fehlbildungen auf und/ oder die Fehlbildungen wechseln von Mal zu Mal. Das ist auch der Grund dafür, dass diese Kinder oft sehr schwer verständlich sind. Ein weiteres starkes Anzeichen für das Vorliegen einer dyspraktischen Komponente ist eine langsame Reaktion auf die Therapie.

Therapeutisch sollten neben dem auditiven Kanal („Hören“) auch andere Sinneskanäle genutzt werden. Die taktil-kinästhetische Wahrnehmung („Fühlen“) und die visuelle Wahrnehmung („Sehen“) werden dabei primär einbezogen. Wichtig ist das „Einschleifen“ neuer motorischer Muster durch vielfache Wiederholung sowie das Feedback über die Lautproduktion des Kindes.

Es gibt Therapiemethoden die speziell dieses berücksichtigen. Darunter sind z.B. TAKTKIN® nach Birner-Janusch oder KoArt® nach Becker-Redding, welche einige unserer Therapeutinnen in speziellen Fortbildungen erlernt haben.