Unterstützte Kommunikation

Was ist Unterstützte Kommunikation (UK)?

Unter Unterstützter Kommunikation versteht man alle Kommunikationsformen, die fehlende Lautsprache ergänzen (augmentative) oder ersetzen (alternative).

Sie beinhaltet alle pädagogischen oder therapeutischen Maßnahmen zur Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen, die nicht oder kaum über Lautsprache verfügen.

Wer braucht UK?

Viele verschiedene Menschen können auf den Gebrauch von UK angewiesen sein, wenn bspw. angeborene Beeinträchtigungen (z.B. führkindliche Hirnschädigungen), fortschreitende Erkrankungen (z.B. MS, ALS), erworbene Schäden durch Unfälle bzw. Schlaganfälle oder vorübergehende Einschränkungen der sprachlichen Möglichkeiten (z.B. Gesichtsversetzungen) vorliegen.

  • Menschen, die die gesprochene Sprache gut verstehen können, sich aber nicht ausdrücken können

  • Menschen, deren lautsprachliche Äußerungen nicht immer verständlich sind oder die Unterstützung beim Lautspracherwerb benötigen (UK als Unterstützung der Lautsprache)

  • Menschen, für die die Lautsprache zu komplex ist (UK als Ersatzsprache)

Hilfsmittel der UK

Man unterscheidet zwischen körpereigenen Signalen und Ausdrucksmöglichkeiten (Mimik, Gestik, Berührungen, Gebärden, Stimme), nicht- elektronischen Hilfsmitteln (Bildkarten, Kommunikationsbücher/-tafeln, visualisierte Tagesabläufe) und elektronischen Hilfsmitteln.

Ziele der UK

Ganz allgemein geht es um die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, die Steigerung der Ausdrucksmöglichkeiten und des Sprachverständnisses.

Im speziellen wird mit den Betroffenen erarbeitet, wie sie Gefühle, Ängste und Wünsche ausdrücken können oder auch Entscheidungen treffen können. Aber auch das (Wieder-) Erlangen einer "Stimme" durch ein elektronisches Hilfsmittel ist ein wichtiges Ziel. Dem Patienten soll die Möglichkeit der Kommunikation (zurück-)gegeben werden, um die Partizipation und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern.

UK im Alltag

Die Therapie im Bereich der UK sollte immer im Alltag bzw. mit Alltagsbezug und nicht im "stillen Kämmerlein" stattfinden. Es müssen also sinnvolle Situationen geschaffen werden. Wichtig ist auch ein uneingeschränkter Zugang zum Hilfsmittel und das Erlangen einer ausreichenden Kompetenz in der Handhabung. Aber nicht nur der betroffene, sondern auch das persönliche Umfeld muss das Hilfsmittel akzeptieren und den Umgang damit erlernen.

UK im Institut Dialog

Bei uns im Institut ist Heike Kielmann für die Therapie im Bereich der unterstützten Kommunikation zuständig. Sie ist Staatlich Anerkannte Heilerziehungspflegerin (Schwerpunkt: Förderung und Begleitung von geistig- und/oder körperbehinderten Kindern bzw. Jugendlichen), Logopädin und UK- Coach (Studium "Unterstützte Kommunikation" an der Universität zu Köln).

Des Weiteren wird sie durch Denise Borghorst unterstützt, die sich im Bereich der Unterstützten Kommunikation fortgebildet hat.